Das Mountsystem
Reittiere – Die heimlichen Helden

„Ein Pferd, ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd!“ Einen derartigen Handel würde manch tapferer Krieger im Schlachtgetümmel wohl bereitwillig eingehen.
Egal ob es einen mutigen Abenteurer von einer Stadt zur anderen transportiert oder ob es einem furchtlosen Krieger einen rasanten Angriff ermöglicht – Reittiere haben immer dann die Nase vorn, wenn es auf Geschwindigkeit ankommt. Keineswegs handelt es sich bei ihnen um gebrechliche Lasttiere, wie sie von Händlern und Landarbeitern benutzt werden, im Gegenteil: Die mächtigen Gefährten von Galgarons Helden garantieren einen wahrhaft unvergesslichen Anblick. Diese Vollblüter wachsen gewissermaßen inmitten der Schlacht auf, sie sind an die Kriegswirren gewöhnt, sie beschützen, tragen und unterstützen ihre Besitzer auch in den unwirtlichsten Gegenden bereitwillig.
Den stolzen Verteidigern Galgarons sind derzeit die verschiedensten Reittierrassen bekannt, im Folgenden wird jedoch lediglich eine kleine Auswahl präsentiert. Die Windreiter und die Klingenkrallen sind blitzschnell und verfügen über messerscharfe Schnäbel und Klauen. Sie wurden lange mit Bedacht gezähmt, um sie zu flinken Reittieren zu machen, die die Krieger im Schlachtgetümmel sicher befördern können. Bei Wildschimmern, die man bisweilen in Galgarons dunkelsten Wäldern erblicken kann, handelt es sich um mächtige Jäger – egal ob sie gefangen und anschließend gezähmt oder von Hand aufgezogen wurden. Mit ihrer katzenhaften Anmut und ihren ehrfurchtgebietenden Muskeln greifen sie ihre Feinde auf dem Schlachtfeld mit unbarmherziger Wildheit an. Nachtmahre werden aus der Ferne irrtümlich oftmals für normale Schlachtrösser gehalten, allerdings lassen ihr unverwechselbarer Schwefelgeruch und ihre Flammenhufe die wahre Natur dieser furchteinflößenden Reittiere schnell erkennen.
Brenntier
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_blaues_Brentier.jpg,
Wildschwein
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Wildsau.jpg,
Schildkröte
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Turtle.jpg,
Panzertier
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Panzereisb_nr.jpg,
Tiger
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Tiger_schwarz.jpg,
Awe
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_L_Awe.jpg,
Feuerpferd
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Feuer_Pferd.jpg,
Elk
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Elch.jpg,
Dreihorn
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Dreihorn.jpg,
Dodo 2
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Dodo_wei_f.jpg,
Dodo
hochgeladen: 15.11.2011
- 1200x650_Dodo_lila.jpg,
Die Aufzucht des Reittiers
Mithilfe der richtigen Pflege kann ein Reittier erfolgreich dazu erzogen werden, seinem aufmerksamen Besitzer zu dienen. Die Aufzucht eines Reittiers ist aufwendig, aber ziemlich einfach nachzuvollziehen. Sie unterteilt sich in verschiedene Phasen:
Die Reittier-Eier können bisweilen am Markt erworben werden. Nur sehr selten kommt es vor, dass ein Abenteurer zufälligerweise eine außergewöhnliche Kreatur entdeckt, deren Äußeres sich von normalen Reittieren unterscheidet.
Danach muss das Ei ausgebrütet werden, damit es das Larven- und später das Wachstumsstadium erreichen kann. Das Ausbrüten der Reittiere geht schnell, dauert meist weniger als eine Stunde, da der Embryo in der Schale heranreift. Einige Gelehrte behaupten auch, dass diese Entwicklung durch einen speziellen Katalysator sogar noch beschleunigt werden könnte.
Nachdem es dem Ei entschlüpft ist, erreicht das Reittier in seinem Larvenstadium (quasi als „Küken“) schnell sein Jugendalter, eine Zeit, in der man es zwar noch nicht reiten kann, es jedoch die Eigenschaften und Fähigkeiten des Abenteurers oft beeinflusst. In diesem Stadium ist die Pflege von enormer Bedeutung, da die Bande zwischen Ross und Reiter verstärkt werden. Um diese Zeit können sich auch zum ersten Mal versteckte Talente und Fertigkeiten zeigen. Selbstverständlich ist die Fütterung jetzt äußerst wichtig, da das Reittier Energie benötigt, um sein volles Potenzial zu entwickeln. Auch in diesem Fall behaupten Gelehrte, dass verschiedene Anregungsmittel, Hormone und Enzyme verwendet werden können, um das Reittier auszubilden, seine Fähigkeiten zu verbessern und diese letzte Phase vor dem Erwachsenenalter zu beschleunigen.
Nach einer langen Wachstumsphase erlangt das Reittier sein volles Potenzial mit dem Eintritt in das Erwachsenenalter. Man kann es nun reiten, seine Begabung, neue Fähigkeiten und Tricks zu erlernen, ist nun jedoch nicht mehr vorhanden. Trotzdem können seine Macht und seine Stärke an der Seite seines Besitzers zunehmen – jetzt, da sie gemeinsam herausfordernde Schlachten bestehen. Einige Gelehrte verweisen auch darauf, dass es in äußerst seltenen Fällen vorkommen kann, wo ein besonders zielstrebiges und kämpferisches Reittier sogar eine letzte Stufe von Vortrefflichkeit erreichen und sich zu einer wahrhaft mythischen Bestie entwickeln kann.
Auszug aus dem Codex Argentum, ursprünglich verfasst von Tormine Silbermähne:
„Dies konnte ich während der vergangenen Monate zusammentragen, obwohl mein Augenlicht fast erloschen ist und unsere Ankunft für viel Chaos sorgte: Die Pandas, die uns bei der Besiedlung dieses neuen Landes geholfen haben, sagen, dass die Bande zwischen Wildtieren und Menschen seit Anbeginn der Zeiten existieren. Ich weiß, dass dem so ist.
Niemand weiß genau, wie weit die Geschichte der Symbiose zwischen Wildtieren und Elfen schon zurückreicht, aber die Pandas sollen die ersten Nichtelfen gewesen sein, die Wildtiere gezähmt haben. Da sie die Pandas vor Angriffen beschützen wollten, wenn diese sich aus ihren Klöstern und Rückzugsorten hervorwagten, teilten die Elfen bereitwillig ihr Wissen mit ihnen und erlaubten ihnen, mit den wilden Kreaturen zu sprechen.
Unsere Gastgeber behaupten jedoch, dass die Harmonie zwischen Elfen, Pandas und Wildtieren von den geheimnisvollen Viridis beobachtet wurde, die von Eifersucht getrieben die Herzen der Tiere unter ihre Kontrolle bringen wollten. Sie befassten sich eingehend mit mächtiger Zauberei, bändigten die Instinkte der Tiere und brachten sie dazu, ihre Wünsche zu befolgen.“
Vor dem 9. Jahrhundert gibt es kaum Texte hinsichtlich der Rösser der früheren Bewohner dieser neuen Gestade. Man weiß natürlich um die lange Tradition von Lasttieren, die jedoch nur ein wenig mehr auf den Rippen hatten als die Rösser, mit denen man in den Krieg zog. Sicherlich wird es mit Kriegsbeginn notwendig, das Wissen der älteren Völker zu nutzen und die Wesen, die Galgarons Wildnis durchstreifen, zu zähmen.